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Mechanismen öffentlicher Meinungsbildung

9. April 2013 Sommersemester

Meine Damen und Herren,

ein Klempner besuchte die Niagara-Fälle. Er besah sich das Naturereignis. Er nickte und
meinte: „Ich kann das in Ordnung bringen.“

Größenwahn gehört zum Krankheitsbild schwacher Naturen. Großes wollen und es sich
zutrauen ist eine menschliche Eigenschaft, der wir auch vieles verdanken. Leider stimmt
auch: Wer Großes wollte, hatte es nie leicht.

Die Geschichtsbücher berichten von der Mühsal, bahnbrechende, vielleicht geniale oder
gar epochale Ideen durchzusetzen. Verlässlich war immer der Widerstand. „Drum besser
wär’s, wenn nichts entstünde.“ Den Satz legt Goethe Mephisto in den Mund. Er spricht
allen mittelmäßigen und notorischen Anstoßnehmern aus der Seele.

Heute geht es nicht um psychisches Verhalten oder eine kulturhistorische Konstante. Wir
interessieren uns für Sachen und Trends praktischer Politik. Wir haben den begründeten
Verdacht, vor einem neuen Phänomen zu stehen. Es hat sich etwas geändert in jüngster
Zeit.

Gibt es eine Akzeptanzkrise für Großprojekte? Wenn ja, warum? Und wie geht man
damit um?

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